Multisensorische Tasche

Künstler*innenhaus Wien

Wie sprechen Objekte – und wer versteht sie? Im Künstler*innenhaus Wien erweitert die multisensorische Museumstasche den Ausstellungsbesuch für Familien, Kinder und Erwachsene um taktile, olfaktorische, akustische und dialogische Zugänge. Sprache wird nicht nur als Wort, sondern als körperliche, ästhetische und soziale Praxis verstanden. Objekte werden berührt, gerochen, gehört, beschrieben, übersetzt und gemeinsam gedeutet.

Inklusiv entwickelte Führungen und Workshops mit taktilen Materialien, Braille und niederschwelligen Sprechanlässen richten sich an sehende, blinde und sehbeeinträchtigte Menschen ebenso wie an Deutschlernende ab A2. Jede Stofftasche verfügt über fünf Stoffbeutel, der Inhalt ist variabel und wird spezifisch für die jeweilige Ausstellung konzipiert. So entstehen Aushandlungsräume zwischen Sinnes- und Sprachwelten, zwischen individueller Wahrnehmung und institutioneller Deutung – und die Ausstellung wird zum vielstimmigen Resonanzraum.

Material: Baumwolle, diverse Materialien (Duftsäckchen, 3D-Druck, Holzwürfel, Postkarten)
Maße: ca. 37 x 48 cm
Datierung: seit Februar 2026      
Ortsangabe: Wien

Gesprächspartnerinnen: Nikolett Hernádi & Julia Kornhäusl, Künstler*innenhaus, Wien

 

Foto: Künstlerhaus Wien