... an das Team von Schloss Hartheim
Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim wird mit dem Österreichischen Museumspreis 2026 ausgezeichnet. Die höchste Auszeichnung für Museen in Österreich wird auf Empfehlung des Museumsbeirats verliehen.
Das Expert:innengremium des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) würdigt damit herausragende Leistungen im Bereich der Museumsarbeit. Dotiert ist der Österreichische Museumspreis mit 20.000 Euro.
Auszug aus der Beiratsbegründung
Das Museum zeichnet sich in seiner Einzigartigkeit insbesondere durch folgende Aspekte aus:
Das Museum ist ein Lernort im besten Sinne
Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim ist ein Best-Practice-Beispiel dafür, wie es möglich ist, an einer Gedenkstätte für Gegenwart und Zukunft zu lernen. Sowohl in der Ausstellungsgestaltung als auch in den vielfältigen Vermittlungsprogrammen nehmen das Lernen aus der Geschichte und das Lernen für die Gegenwart gleichberechtigt Raum ein. (...) Auch bei der Konzeption und Durchführung der Vermittlungsprogramme wird großer Wert daraufgelegt, einerseits die Geschichte der NS-Verbrechen zu vermitteln und andererseits zur Reflexion darüber anzuregen, wie mit Menschen mit Behinderungen vor, während und nach der NS-Zeit umgegangen wurde und wird.
Das Museum ist von österreichweiter Relevanz
(...) Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim ist aufgrund der Geschichte, seiner Themensetzung, seiner Ausrichtung und seiner Besucher:innenstruktur ein österreichisches Museum von nationaler Bedeutung. Da die Opfer der NS-„Euthanasie“ aus ganz Österreich und den benachbarten Regionen stammten, finden Angehörige und Forscher:innen aus allen Bundesländern im Museum und in der dortigen Dokumentationsstelle gleichermaßen fachkundige und sensibel aufbereitete Informationen zu den Opfern. (...)
Das Museum leistet konstant exzellente Arbeit
Seit der Eröffnung im Jahr 2003 leisten die Mitarbeiter:innen des Lern- und Gedenkorts in Leitung, Administration, Dokumentationsstelle und Kulturvermittlung dauerhaft exzellente Arbeit auf hohem Niveau – geprägt von großer fachlicher Expertise und sozialer Kompetenz. Unter der umsichtigen Leitung von Florian Schwanninger und Irene Zauner-Leitner konnten in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte umgesetzt werden, die weniger als kurzfristige Leuchtturmprojekte, sondern vielmehr als nachhaltige und dauerhafte Entwicklungen zu verstehen sind. (...)
Mitglieder des Museumbeirats sind: Sibylle Dienesch, Graz Museum, Graz, Martin Hagmayr, Museum Arbeitswelt Steyr, Lisa Noggler-Gürtler, Tiroler Landesmuseen, Innsbruck, Ümit Mares-Altinok, kultur & gut sowie Wien Museum, Wien, und Hannes Sulzenbacher, Jüdisches Museum Wien.
Fotos (Credit alle Schloss Hartheim)
- Frontansicht Schloss Hartheim (1)
- Raum eins in der Ausstellung Wert des Lebens: Auf einer Wand im ersten Raum sind zahlreiche Themenbereiche wie Inklusion, Aufklärung, Bioinformatik oder Industrialisierung, die in der Ausstellung vorkommen hier aufgelistet (2)
- Detailansicht aus der Ausstellung Wert des Lebens im Raum zwei. Thema ist die „Vermessung des Menschen“ (3)