Programm im Überblick

Vielstimmig! Museum als Resonanzräume

Objekte tragen Sprache(n), Stimmen und Erzählungen in sich. Manche Dinge „sprechen“ mehrere Sprachen zugleich: Sie können über Grenzen wandern, werden in neue kulturelle und sprachliche Kontexte überführt, neu bezeichnet, neu verstanden. Dabei verändern sich nicht nur die verwendeten Sprachen, sondern auch die Perspektiven, aus denen über sie gesprochen wird, sowie die Geschichten, die mit ihnen verbunden sind. Ihre Bedeutungen verschieben sich, werden überlagert, übersetzt oder auch ausgelöscht.

Wir wollen den Blick auf Dinge richten, die zwischen Sprachen und zwischen Welten stehen, und untersuchen, wie sie mit Fragen von Macht, Zugehörigkeit und Deutungshoheit verknüpft sind. Minderheitensprachen, koloniale Spuren, regionale Dialekte und Übersetzungspraktiken werden dabei ebenso in den Blick genommen wie die institutionellen Rahmenbedingungen, die bestimmen, wer aus welcher Perspektive spricht – und in welcher Sprache diese Erzählungen formuliert werden.

Wie werden Objekte selbst zu Akteuren in sprachlichen Aushandlungsprozessen? Wie prägt die Sprache, in der über Dinge gesprochen und Geschichte erzählt wird, ihre Wahrnehmung und museale Einordnung? Wie lassen sich mehrsprachige oder sprachlich umkämpfte Objekte ausstellen, dokumentieren und vermitteln, ohne ihre Vielstimmigkeit zu glätten? Und wie können Museen Orte werden, an denen unterschiedliche Sprachen, Perspektiven und Geschichten sichtbar und hörbar bleiben?

 

Mittwoch, 14. Oktober


Donnerstag, 15. Oktober
Die Außenstellen des Landesmuseums Burgenlands werden bis 18:30 Uhr offen sein.


Freitag, 16. Oktober

 

Foto: JuliaMusdotter